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ERP Labelizer für Google Ads
Wie du Produktdaten aus dem ERP wie Marge, Deckungsbeitrag, Retourenquote und Bestand in ein einfaches A/B/C-Scoring übersetzt und daraus steuerbare Labels für Google Ads, Shopping und Performance Max machst.
Einzelprodukt schnell einordnen: Der ERP Labelizer als Rechner ordnet ein Produkt anhand von Marge, Retouren, Verfügbarkeit und Ads-Zahlen in Over-Index bis No-Index ein.
Wenn Google auf die falschen Produkte optimiert, liegt das selten an schlechten Kampagnen, sondern daran, dass dem System nicht klar ist, welche SKUs wirklich Profit bringen.
Kurzfassung
- ERP Labelizer ist die Brücke zwischen Marketing-Daten (Klicks, Kosten, ROAS) und Business-Daten (Deckungsbeitrag, Marge, Lager, Retouren).
- Ergebnis ist eine klare Segmentierung:
- A-Produkte: hoher Business-Impact, Budget und Sichtbarkeit hoch
- B-Produkte: solide, stabil steuern
- C-Produkte: geringer oder negativer Impact, begrenzen, testen oder aussteuern
- Der größte Hebel entsteht, wenn du die Produktsteuerung im Konto an den Deckungsbeitrag statt nur an den ROAS koppelst.
Warum ein ERP Labelizer 2026 Pflicht wird
In vielen Shops sieht der ROAS okay aus, aber der Profit ist instabil, weil:
- Retouren, Versand, Plattformkosten und Service den Deckungsbeitrag auffressen.
- Topseller automatisch mehr Ausspielung bekommen, auch wenn sie niedrige Marge haben.
- Smart Bidding auf unvollständigen oder falschen Signalen lernt.
Merksatz: Du willst nicht die Produkte pushen, die am meisten Umsatz machen, sondern die, die den größten Ergebnisbeitrag liefern.
Was ist ein ERP Labelizer
Ein ERP Labelizer ist ein wiederholbarer Prozess, der jede SKU regelmäßig bewertet und in A, B oder C einordnet.
Typische Datenquellen
- ERP, Shop oder BI: Marge, Deckungsbeitrag, Retourenquote, Lagerbestand, Einkaufspreis, Lieferzeit
- Google Ads und Merchant Center: Kosten, Conversions, Conversion Value, Klicks, Preiswettbewerbsfähigkeit
A/B/C-Logik: einfaches, robustes Modell
Ziel ist ein Scoring, das im Team verstanden wird und zuverlässig genug ist, um Budget- und Kampagnenentscheidungen daran zu knüpfen.
A-Produkte (push)
- hoher Deckungsbeitrag oder hohe Marge
- ausreichende Nachfrage über Traffic und Conversions
- lieferbar, stabiler Bestand
B-Produkte (stabil)
- guter Beitrag, aber nicht der stärkste Hebel
- oder gute Marge, aber aktuell noch zu wenig Nachfrage
C-Produkte (limitieren)
- geringer oder negativer Beitrag
- hohe Retourenquote
- häufig nicht auf Lager
- dauerhaft zu teuer im Wettbewerb
Best Practice: Neue Produkte starten oft in C oder in einer Kategorie C/Test und können bei bestätigter Performance aufsteigen.
Umsetzung: Von ERP-Daten zu steuerbaren Labels
Schritt 1: Truth Source festlegen
- E-Commerce: ERP oder Shop-Backend
- Wichtig ist eine SKU-ID, die sich sauber mit Feed und Ads matchen lässt, zum Beispiel
id oder item_id
Schritt 2: Bewertungsmatrix bauen, wöchentlich oder 14-tägig
Minimal-Set:
- Deckungsbeitrag und Marge (ERP)
- Retourenquote (ERP)
- Bestand und Lieferfähigkeit (ERP)
- Kosten und Conversions (Ads)
Schritt 3: Label schreiben
Ausgabe ist zum Beispiel:
erp_label = A | B | C- optional
erp_reason = "Low margin" | "High returns" | "OOS"
Schritt 4: Konto-Steuerung an Labels koppeln
Typische Steuerungslogik:
- A: eigene Push-Kampagne, aggressiveres Ziel, mehr Budget
- B: Main-Kampagne, konservative Steuerung
- C: niedrigeres Budget, Ausschlusslisten, nur Testing
Praxisbeispiel aus unseren Setups
Bei Baushop Express haben wir eine Bewertungsmatrix aufgebaut, die Google-Ads-Daten mit ERP-Daten wie Umsatz, Marge und Deckungsbeitrag kombiniert. Daraus entstand ein A/B/C-Scoring, das die Budgetverteilung deutlich klarer gemacht hat.
Wichtige Learnings daraus:
- Saubere Produkt-IDs sind das Fundament.
- Erst durch das Zusammenführen von Marketing- und Business-Daten entsteht ein steuerbares Bild.
- Ein fester Rhythmus aus Jour Fixe und Dashboard macht das System wirksam.
Typische Fehler und wie du sie vermeidest
- Nur ROAS als Kriterium: ROAS ist kein Profit.
- Zu komplexes Scoring: Wenn es niemand versteht, wird es nicht genutzt.
- Kein ID-Matching: Wenn SKU-IDs nicht sauber übereinstimmen, ist alles nur gefühltes Reporting.
- Keine Prozessroutine: Labelizing muss regelmäßig laufen, sonst veraltet die Steuerung.
Quick Start in 30 Minuten
- Liste 50 Top-SKUs und 50 Problem-SKUs
- Zieh pro SKU: Deckungsbeitrag, Retourenquote, Bestand, Ads-Kosten, Conversion Value
- Markiere A, B oder C manuell, daraus entsteht dein erstes Regelset
Wenn du ein ERP Labelizing sauber aufsetzen willst, brauchst du am Ende eine klare A/B/C-Definition, eine saubere SKU-ID-Kette von ERP über Feed bis Ads und eine regelmäßige Aktualisierung im Wochen- oder Zwei-Wochen-Rhythmus.